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Chœur de chambre de Namur

Seit seiner Gründung im Jahr 1987 setzt sich der Kammerchor Namur für die Pflege des musikalischen Erbes seiner Herkunftsregion ein, darunter Lassus, Arcadelt, Rogier, Du Mont, Gossec und Grétry, und widmet sich zugleich den grossen Werken des Chorrepertoires.

Seit seiner Gründung im Jahr 1987 setzt sich der Kammerchor Namur für die Pflege des musikalischen Erbes seiner Herkunftsregion ein, darunter Lassus, Arcadelt, Rogier, Du Mont, Gossec und Grétry, und widmet sich zugleich den grossen Werken des Chorrepertoires.

Als regelmässiger Gast bei den renommiertesten Festivals Europas arbeitete der Chor mit Dirigenten wie Christophe Rousset, René Jacobs, Alexis Kossenko, Julien Chauvin, Reinoud Van Mechelen und Gergely Madaras zusammen.

Seine Diskografie umfasst zahlreiche von der Kritik hochgelobte Einspielungen, darunter Nominierungen für die Victoires de la Musique Classique, ein Choc von Classica, ein Diapason d’Or, ein Joker von Crescendo, 4F von Télérama, Editor’s Choice von Gramophone, ICMA sowie der Prix Caecilia der belgischen Presse. Darüber hinaus erhielt der Kammerchor Namur 2003 den Grand Prix der Académie Charles Cros, 2006 den Preis der Académie Française sowie 2007 und 2012 den Octave de la Musique in den Kategorien Klassische Musik und Aufführung des Jahres.

Im Jahr 2010 wurde die künstlerische Leitung dem argentinischen Dirigenten Leonardo García-Alarcón anvertraut. 2016 wirkte der Chor erstmals an einer szenischen Produktion an der Pariser Oper mit, Cavallis Eliogabalo. 2017 folgte ein Auftritt in Purcells Dido and Aeneas an der Opéra Royal de Wallonie in Lüttich unter der Leitung von Guy Van Waas.

Die Saison 2017 bis 2018 stand im Zeichen des 30-jährigen Bestehens des Chores. Monteverdis L’Orfeo bildete 2017 den ersten Höhepunkt dieser Feierlichkeiten und wurde in Europa und Südamerika aufgeführt. 2018 folgten Produktionen der Grands Motets von Lully, der Passio del Venerdi Santo von Veneziano, Messen und Motetten von Jacques Arcadelt sowie das Oratorium Samson von Händel. Mehrere Fernsehübertragungen und CD-Aufnahmen entstanden unter der Leitung von Leonardo García-Alarcón.

2019 erweiterte der Kammerchor Namur sein Repertoire um Händels Saul in Namur und Beaune, Lullys Isis in Beaune, Paris und Versailles sowie Rameaus Les Indes Galantes an der Pariser Oper. Zudem brachte der Chor ein neues Werk des belgischen Komponisten Michel Fourgon mit dem Titel Goethes-Fragmente zur Uraufführung.

Von 2020 bis 2025 setzt der Kammerchor Namur seine Auseinandersetzung mit den grossen Chorwerken Händels fort, darunter The Messiah und Jephtha mit Christophe Rousset sowie Semele, Solomon und Theodora mit Leonardo García-Alarcón. Gemeinsam mit seinem künstlerischen Leiter widmet sich der Chor zudem einem breit gefächerten Repertoire, darunter die Matthäus-Passion und die Johannes-Passion in Zusammenarbeit mit der Choreografin Sasha Waltz, weltliche Kantaten von Bach, Vespro und Orfeo von Monteverdi sowie La Jérusalem délivrée von Philippe d’Orléans. Auch das Operettenrepertoire wird erweitert, etwa mit La Vie Parisienne von Jacques Offenbach am Théâtre des Champs-Élysées.

Darüber hinaus setzt der Chor seine besonderen Kooperationen fort, unter anderem mit Christophe Rousset und Les Talens Lyriques mit Thésée, Atys und Proserpine von Lully sowie der Matthäus-Passion von Bach, mit Julien Chauvin und Le Concert de la Loge mit Mozarts Requiem und Haydns Die Schöpfung, sowie mit Reinoud Van Mechelen und A Nocte Temporis mit Acis und Galatea von Élisabeth Jacquet de La Guerre, der Johannes-Passion von Bach und Pygmalion von Rameau. Neue Kooperationen entstehen mit Alexis Kossenko und Les Ambassadeurs mit Zoroastre von Rameau, Carnaval du Parnasse von Mondonville, der c-Moll-Messe von Mozart, Die erste Walpurgisnacht von Mendelssohn und Dardanus von Rameau sowie mit René Jacobs und dem B’Rock Orchestra mit Carmen von Bizet.

Das Repertoire des Chores reicht vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Musik.

Der Kammerchor Namur wird unterstützt von der Fédération Wallonie-Bruxelles, Abteilung Musik und Tanz, der Nationalen Lotterie sowie der Stadt Namur.

Konzert

«Carmina Latina»

DI 08/09/2026 --- 20.00 Uhr --- Peterskirche Basel

CAPPELLA MEDITERRANEA

CHŒUR DE CHAMBRE DE NAMUR

LEANDRO GARCÍA ALARCÓN, Leitung

MARIANA FLORES, Sopran

LEANDRO MARZIOTTE, Countertenor

VALERIO CONTALDO, Tenor

MATTEO BELLOTTO, Bass

ALAIN CLAUDE SULZER, Lesung

Sakrale und weltliche Musik des barocken Südamerikas:  

Leonardo García-Alarcóns musikalische Reise führt von der Polyphonie der iberischen Halbinsel zur sakralen Musik Lateinamerikas. Er stellt spanische und portugiesische Komponisten vor, die sich aufmachten, die Neue Welt zu erobern. Dort liessen sie sich von lokalen Traditionen inspirieren, um eine Form der geistlichen Musik zu schaffen, die zugleich fröhlich, tiefgründig und triumphierend ist.

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