Begleitveranstaltung

Laboratorium klingt III

MI 09/09/2026 --- 16:00 Uhr --- Vortragsaal Musikwissenschaftliches Seminar, Basel

«Mundus Inversus» Ensemble Basilisk (Studierende der Schola Cantorum Basiliensis) mit Werken von H. von Bingen, G. de Machaut, F. Landini, O.von Wolkenstein, J. Ciconia, Solage, im Vortragssaal des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel am Petersgraben 27

Ensemble Basilisk
Ula Kinder, Vielle
Michela Amici, Harfe
Ivana Ivanović, Gesang, Organetto
Daniel Scott, Organetto, Clavicymbalum, Blockflöte

Das Ensemble Basilisk wurde an der Schola Cantorum Basiliensis gegründet und vereint Musiker, die sich vom Ausdruckspotenzial mittelalterlicher Musik und ihrer zeitgenössischen Resonanz angezogen fühlen. Basilisk strebt rigoroses historisches Bewusstsein mit kreativen, narrativen Programmen zu verbinden und Konzerterlebnisse zu schaffen, die Musik, Geschichte und Erzählkunst miteinander verflechten. Jedes Projekt entführt den Zuhörer in eine Welt, in der Klang sowohl Forschung als auch Erfindung ist, in der Präzision auf Fantasie trifft und die Vergangenheit durch eine lebendige, poetische Linse neu gehört wird. Der Namensgeber des Ensembles, der mythische Basilisk, verkörpert diese Dualität: gewunden, lebendig und unberechenbar, ein Symbol für Verwandlung und Intensität.

Das Debütprogramm des Ensembles, „The Braying Harp“, wurde letzten Sommer beim „Musica Divina“-Festival in Polen uraufgeführt.

 

Über unser Program "Mundus Inversus"

Angesichts der starren Strukturen des Feudalismus und der Scholastik träumte und lachte das mittelalterliche Europa von einer Welt, die auf den Kopf gestellt war, dem Mundus Inversus. Der Narr wurde zum König, der Kleriker besang die Ausschweifung, und das Heilige verband sich mit dem Grotesken. Ironie, Antithese und Paradoxon wurden sowohl zur Unterhaltung als auch zur Kritik eingesetzt.

Unser Programm untersucht drei Themen des Mundus Inversus, die von anschaulichen mittelalterlichen Texten umrahmt werden. In „Ordnung und ihre Eitelkeit” erkunden wir eine mittelalterliche Welt, die sich für stabil hält: Glaube, Wissen, Maß. Aber schon beginnt der Wurm des Zweifels zu nagen.

„Die Welt auf den Kopf gestellt” zeigt die chaotischere Seite des Mundus Inversus: Hierarchien brechen zusammen, Musik verdreht und verzerrt sich. Schließlich kommen wir zu „Auf dem Weg zum leichten Wahnsinn”, wo eine neue Ordnung gesucht wird, eine Ordnung aus Klang, Atem und Ekstase.

Durch diese klangliche Reise, von Spott bis Mystik, entsteht eine Landschaft der Umkehrung und Offenbarung. In dieser Welt, in der alles schwankt, in der Torheit Weisheit offenbart und der Tod das Leben feiert, offenbart die mittelalterliche Kunst ihre tiefste Modernität: einen Blick, der zugleich kritisch, spielerisch und zutiefst menschlich ist.

Begleitveranstaltung

Stadtführung III

MI 09/09/2026 --- 14:30 Uhr --- Basler Münster 

Basler Kurzgeschichten rund um Erasmus von Rotterdam mit dem Historiker Vincent Oberer, Treffpunkt: Basler Münster

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Begleitveranstaltung

Colloquium III

MI 09/09/2026 --- 17:30 Uhr --- Vortragssaal des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel

«Weibliche Spiritualität im 16. und 17. Jahrhundert», Forschungspräsentation von Prof. Dr. Andrea Hofmann, Prof. Dr. Astrid Dröse und ihren Studierenden, Vortragssaal des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel

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Begleitveranstaltung

Konzerteinführung

MI 09/09/2026 --- 18:45 Uhr --- Martinskirche Basel 

Konzerteinführung durch Studierende des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel, in der Martinskirche

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Konzert

Koffer-Arien «Auf Reisen»

MI 09/09/2026 --- 19.30 Uhr --- Martinskirche Basel

KAMMERORCHESTER BASEL
MAAYAN LICHT 
Sopran
DMITRY SMIRNOV Konzertmeister
ALAIN CLAUDE SULZER Lesung

Das Leben der Sänger:innen im Barock war ein rastloses Abenteuer – endlose Reisen, neue Städte, neue Rollen. Doch statt jedes Mal alles neu zu lernen, wurden sie erfinderisch: Sie nahmen ihre grössten Erfolgsarien einfach im Gepäck mit – die legendären «arie di baule», die Koffer-Arien. So zogen funkelnde Glanzstücke von Bühne zu Bühne, sorgten für Begeisterung und boten Raum für atemberaubende Virtuosität. Zwischen Eitelkeit, Rivalität und Bewunderung entstanden musikalische Funkenflüge – etwa bei Georg Friedrich Händel, Nicola Antonio Porpora oder Johann Adolph Hasse. 

Sopranist Maayan Licht ersetzt Julia Lezhneva

Aufgrund einer akuten Rachenentzündung ist die Sopranistin Julia Lezhneva gezwungen, die kommenden Konzerte mit dem barocken «Kofferarien»-Programm zusammen mit dem Kammerorchester Basel abzusagen. Dies betrifft die Konzerte vom 2.9. in Saanen/Gstaad (Menuhin Festival Gstaad), 7.9. Bayreuth (Bayreuth Baroque Opera Festival) und 9.9. Basel (Erasmus klingt! – Festival Lab).
Glücklicherweise übernimmt der israelische Sopranist Maayan Licht die Konzerte in Gstaad, Dresden und Basel, während in Bayreuth der Sopranist Bruno de Sá singen wird. Das Programm wird angepasst, fokussiert aber weiterhin auf barocke Opernarien in Kombination mit Händels Concerti Grossi.

 

In Kooperation mit dem Kammerorchester Basel

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Spielstätte

Musikwissenschaftliches Seminar

Das Musikwissenschaftliche Seminar der Universität Basel ist ein Bildungsinstitut der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel. Es wurde 1912 als Seminar für Musikwissenschaft unter Federführung des Extraordinarius Prof. Karl Nef gegründet. 1923 wurde das Institut mit der Berufung Nefs zum Ordinarius den anderen Instituten der Fakultät gleichgestellt.

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