
Künstler:in
Camille Delaforge
Camille Delaforge, von Forum Opera als „dynamisch und inspiriert“ gepriesen, ist eine französische Dirigentin und Cembalistin, die sich auf das Barockrepertoire spezialisiert hat.
Camille Delaforge, von Forum Opera als „dynamisch und inspiriert“ gepriesen, ist eine französische Dirigentin und Cembalistin, die sich auf das Barockrepertoire spezialisiert hat.
In der Saison 2025/26 wird Delaforge eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte in Angriff nehmen, darunter eine Inszenierung von Orphée et Eurydice mit Capella Cracoviensis, ihr Nordamerika-Debüt mit dem Calgary Philharmonic Orchestra in einem Barockprogramm mit Werken von Lully, Rameau, Händel und Bach sowie mehrere europäische Engagements mit dem Ensemble Il Caravaggio, darunter Auftritte beim Musikfest Bremen (Deutschland), Festival de Sablé, Festival de Pâques Aix-en-Provence und Théâtre Sénart (Frankreich), De Bijloke (Belgien), Festival La Folia (Schweiz) und Stockholm Early Music Festival (Schweden).
Zu den Höhepunkten der vergangenen Saison zählten Purcells „Dido und Aeneas“ mit dem Netherlands Chamber Orchestra an der Niederländischen Nationaloper, die „Johannespassion“ mit dem Orchestre de Chambre de Paris und Rameaus „Pygmalion“ an der Opéra Royal de Versailles sowie Engagements am Théâtre des Champs-Elysées und am Grand Théâtre de Provence. Als Gründer und künstlerischer Leiter des Ensemble Il Caravaggio, einem Ensemble für historische Aufführungspraxis, das sich dem französischen und italienischen lyrischen Repertoire verschrieben hat, dirigierte Delaforge in der vergangenen Saison über fünfzig Aufführungen an renommierten Veranstaltungsorten wie der Opéra de Rennes, der Opéra Angers Nantes, La Seine Musicale und dem Festival Saint-Denis. Als Residenzdirigentin beim Festival d’Aix-en-Provence im Sommer 2024 an der Seite von Emmanuelle Haïm hatte sie zuletzt Auftritte mit dem Orchestre national de Cannes, beim Festival International de Beaune, beim Oude Muziek Festival und beim Festival de Bilbao.
In ihrer früheren Karriere als Cembalistin arbeitete Delaforge mit zahlreichen Ensembles zusammen, darunter Le Poème Harmonique, Le Concert de la Loge und Orfeo 55, und trat in der Philipszaal in Den Haag, der Wigmore Hall in London, bei den Salzburger Festspielen und in der Victoria Hall in Genf auf. Delaforge hat eine Leidenschaft für das Vokalrepertoire und arbeitete unter anderem mit Opernsängern beim Festival de Sablé, Festival Radio France (Montpellier), Potager du Roi (Versailles), Oude Muziek Festival (Utrecht), Rosa Bonheur Festival und Agapé Festival (Genf) zusammen. Sie arbeitet seit langem mit dem französischen Bassbariton Guilhem Worms zusammen, mit dem sie mehrere Kammermusikprogramme realisiert hat, darunter „Mozart und Salieri“ (Klavier zu vier Händen, mit Karolos Zouganelis), „La Dame de mes Songes“ (französisch-spanisches Repertoire aus dem 20. Jahrhundert) und „Near my heart“ (französische Mélodies).
Da ihr die Förderung des soziokulturellen Austauschs durch Musikausbildung am Herzen liegt, hat sie eine Reihe humanitärer Projekte ins Leben gerufen, darunter den Unterricht für benachteiligte Kinder in Ecuador und, zusammen mit Il Caravaggio, die Leitung von Kulturvermittlungsprojekten in Schulen und für benachteiligte Gruppen in den Regionen Val d’Oise, Essonne und Plaine Saint-Denis.
Delaforge hat Aufnahmen für Warner, Alpha, Klarthe und Château de Versailles Spectacles gemacht.
Konzert
«Hexen, Jungfrauen und Verräter»
SO 11/09/2026 --- 20:00 Uhr --- Peterskirche Basel
ENSEMBLE CARAVAGGIO
CAMILLE DELAFORGE, Cembalo, Orgel und Leitung
APOLLINE RAÏ-WESTPHAL, Sopran
FLORIANE HASLER, Mezzo-Sopran
JORDAN MOUAISSIA, Tenor
BASTIEN RIMONDI, Tenor
GUILHEM WORMS, Bass – Bariton
ALAIN CLAUDE SULZER, Lesung
Das Ensemble Caravaggio präsentiert drei Dramen des 17. Jahrhunderts: Purcells kurzes Oratorium «The Witch of Endor» schildert die düstere Begegnung zwischen König Saul und der Hexe von Endor, die ihm seinen Tod prophezeit. Giovanni Battista Ferrandinis «Il Pianto di Maria» ist eine bewegende Vertonung der Klage Marias am Fuss des Kreuzes. Marc-Antoine Charpentiers «Le Reniement de Saint-Pierre» erzählt vom dreifachen Verrat des Petrus bei der Verhaftung Jesu.
Die drei Werke vereinen sich zu einem dichten Panorama menschlicher Abgründe und göttlicher Dramen. Es spiegeln sich christliche Glaubenssätze und teuflische Vorstellungswelten wider, die von der biblischen Überlieferung ausgehend über Ländergrenzen hinweg zirkulierten.