Künstler:in

Andrea Marcon

Der Dirigent, Organist und CembalistAndrea Marcon ist einer der renommiertesten Musiker und Spezialisten für Alte Musik. Er wurde in Treviso geboren und absolvierte sein Diplom für Alte Musik an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel für sein Orgel- und Cembalostudium bei Jean-Claude Zehnder und sein Dirigierstudium bei Hans Martin Linde. Er hat sich auch bei Jordi Savall sowie bei Luigi Fernando Tagliavini, Hans Van Nieuwkoop, Jesper Christensen, Harald Vogel und Ton Koopman inspirieren lassen.

Andrea Marcon ist einer der renommiertesten Musiker und Spezialisten auf dem Gebiet der Alten Musik und der Klassik. Geboren im norditalienischen Treviso, studierte er an der Schola Cantorum in Basel u. a. bei Jean-Claude Zehnder, Hans Martin Linde und Jordi Savall sowie bei Luigi Fernando Tagliavini, Hans van Niewkoop, Jesper Christensen, Harald Vogel und Ton Koopman. 

Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter von La Cetra. Tatsächlich begann seine Partnerschaft mit dem La Cetra Barockorchester Basel bereits 1999 mit dem allerersten Konzert des Ensembles. Seither führt er es von Höhepunkt zu Höhepunkt im Rahmen von internationalen Konzerttourneen.
Als Gründer der legendären Barockensembles «Sonatori de la Gioiosa Marca» und des Venice Baroque Orchestra gastiert Andrea Marcon seit vielen Jahren in allen bedeutenden Konzertsälen weltweit. Als Gastdirigent arbeitet er zudem mit den Münchner und Berliner Philharmonikern, dem Sinfonieorchester des Bayerischen und des Hessischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern u.v.m. und widmet sich in den letzten Jahren auch dem sinfonischen Repertoire von Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann und Brahms. Als Operndirigent war er u. a. an der Oper Frankfurt, den Opern in Valencia, Sevilla und Lausanne, in La Fenice oder am Bolschoi-Theater in Moskau eingeladen. Im Frühling 2023 gab er sein Debut an La Scala di Milano. 

Über 80 oft preisgekrönte Aufnahmen als Dirigent, Cembalist und Organist zum Teil mit Wiederentdeckungen von Vivaldi, Caldara, Marcello, Galuppi, Porpora, Cimarosa oder Boccherini dokumentieren das reiche Repertoire, mit dem er sich bis heute beschäftigt. 

2021 wurde ihm für seine Verdienste um die Musik Händels der Händelpreis der Stadt Halle verliehen.

Konzert

«La Critica»

SO 13/09/2026 --- 18:00 Uhr --- Musik- und Kulturzentrum Don Bosco Basel, Paul Sacher Saal

STUDIERENDE DER SCHOLA CANTORUM BASILIENSIS

ANDREA MARCON, Künstlerische Begleitung

DEDA CRISTINA COLONNA, Regie

 

La Critica ist mehr als eine charmante Satire auf den Opernbetrieb – sie ist ein klingendes Zeugnis des europäischen Kulturaustauschs im 18. Jahrhundert. Jommelli selbst wirkte nicht nur in Italien, sondern auch an deutschen Höfen wie Ludwigsburg und brachte italienische Operntradition mit französischem Geschmack und deutscher Orchesterkultur in Dialog. Seine Musik steht exemplarisch für eine Zeit, in der Komponisten, Sänger:innen und Impresarios selbstverständlich zwischen Ländern und Stilen pendelten.

Auch die Figuren der Oper spiegeln diese Mobilität: Eine Seconda Donna, die sich als Französin ausgibt, ehrgeizige Virtuosen, reisende Dichter und Impresarios – sie alle bewegen sich in einem internationalen Theaterkosmos, in dem Identitäten fliessend und Karrieren grenzüberschreitend sind. Oper war damals ein gesamteuropäisches Netzwerk, gespeist aus Rivalität, Bewunderung und Inspiration.

So wird La Critica zur humorvollen, aber treffenden Reflexion über eine Kunstform, die seit jeher vom Austausch zwischen Ländern und Kulturen lebt – und gerade darin ihre unerschöpfliche Vitalität findet.

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