Konzert

Koffer-Arien «Auf Reisen»

MI 09/09/2026 --- 19.30 Uhr --- Martinskirche Basel

KAMMERORCHESTER BASEL

JULIA LEZHNEVA, Sopran

BAPTISTE LOPEZ, Konzertmeister

ALAIN CLAUDE SULZER

Das Leben der Sänger:innen im Barock war ein rastloses Abenteuer – endlose Reisen, neue Städte, neue Rollen. Doch statt jedes Mal alles neu zu lernen, wurden sie erfinderisch: Sie nahmen ihre grössten Erfolgsarien einfach im Gepäck mit – die legendären „arie di baule“, die Koffer-Arien. So zogen funkelnde Glanzstücke von Bühne zu Bühne, sorgten für Begeisterung und boten Raum für atemberaubende Virtuosität. Zwischen Eitelkeit, Rivalität und Bewunderung entstanden musikalische Funkenflüge – etwa bei Georg Friedrich Händel, Nicola Antonio Porpora oder Johann Adolph Hasse. Die «engelsgleiche» (New York Times) Stimme Julia Lezhnevas mit ihrer stupenden makellosen Virtuosität gilt als Primadonna des Barockgesangs unserer Zeit. Keine Sängerin könnte zur Zeit die bessere Protagonistin dieses Programmes sein als sie!

Georg Friedrich Händel (1685–1759)
Concerto Grosso op. 3 Nr. 2 B-Dur (HWV 313)
        

Attilio Ariosti (1666–1729)
«Mi sento intorno al cor» Arie der Benerice aus der Oper "Lucio Vero" (London 1727)
 

Nicola Antonio Porpora (1686–1768)
"Timida pastorella" der Adelaide aus der Oper "Adelaide" (Roma 1723)
 

Georg Friedrich Händel
Concerto grosso in d-moll op. 3 Nr. 5 HWV 316
 

Baldassare Galuppi (1706–1785)
"Son qual nave esposta ai venti" Arie der Solinda aus der Oper "L’inganno tradito dall’amore" (Wien 1735)
 

Johann Adolph Hasse (1699–1783)
"Se fra turbini" Arie der Attalo aus der Oper "Attalo re di Bitinia" (Napoli 1728)     


– Pause –
 

Georg Friedrich Händel
Concerto grosso in F-Dur op. 3 Nr. 4 HWV 315      


Johann Adolph Hasse
"Se grato esser mi vuoi" Arie der Fulvia aus der Oper "Ezio" (Napoli 1730)
        

Geminiani Giacomelli (1692–1740)
"Vaghe luci voi sapeste" Arie des Scipione aus der Oper "Scipione in Cartagine Nuova" (Piacenza 1730)
 

Georg Friedrich Händel
Concerto grosso in h-moll op. 6 Nr. 12 HWV 330
 

Giovanni Porta (um 1675–1755)
"Mi parla nel seno" Arie der Merione aus der Oper "Farnace" (Bologna 1731)
 

Geminiani Giacomelli (1692–1740)
"Bel cader qualor pugnando" der Quinto Fabio aus der Oper "Lucio Papirio dittatore" (Parma 1729)

Begleitveranstaltung

Stadtrundgang III

MI 09/09/2026 --- 15:00 Uhr --- Basler Münster 

Basler Kurzgeschichten rund um Erasmus von Rotterdam mit dem Historiker Vincent Oberer, Treffpunkt: Basler Münster

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Begleitveranstaltung

Laboratorium klingt III

MI 09/09/2026 --- 16:00 Uhr --- Vortragsaal Musikwissenschaftliches Seminar, Basel

«Mundus Inversus» Ensemble Basilisk (Studierende der Schola Cantorum Basiliensis) mit Werken von H. von Bingen, G. de Machaut, F. Landini, O.von Wolkenstein, J. Ciconia, Solage, im Vortragssaal des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel am Petersgraben 27

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Begleitveranstaltung

Colloquium III

MI 09/09/2026 --- 17:30 Uhr --- Vortragssaal des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel

«Weibliche Spiritualität im 16. und 17. Jahrhundert», Forschungspräsentation von Prof. Dr. Andrea Hofmann, Prof. Dr. Astrid Dröse und ihren Studierenden, Vortragssaal des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel

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Begleitveranstaltung

Konzerteinführung

MI 09/09/2026 --- 18:45 Uhr --- Martinskirche Basel 

Konzerteinführung durch Studierende des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel, in der MartinskircheKonzerteinführung durch Studierende des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel, in der Martinskirche

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Künstler:in

Kammerorchester Basel

Spiellust und musikalischer Entdeckergeist zeichnen das Kammerorchester Basel seit seiner Gründung 1984 aus. Mit grosser Energie und stilistischer Offenheit widmen sich die Musiker:innen einem breiten Repertoire – von Alter Musik auf historischen Instrumenten über Wiener Klassik bis hin zu zeitgenössischen Werken. Dabei entsteht ein lebendiger, unverwechselbarer Klang, getragen von der Begeisterung für gemeinsames Musizieren auf höchstem Niveau.

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Künstler:in

Julia Lezhneva

Julia Lezhnevas internationale Karriere begann mit einem Paukenschlag, als sie 2010 bei den Classical Brit Awards in der Londoner Royal Albert Hall mit Rossinis Fra il padre auf Einladung von Dame Kiri Te Kanawa für Furore sorgte. Nur ein Jahrzehnt später entdeckt sie ein breites Repertoire mit verschiedenen Orchestern, Dirigenten, Opern und Oratorien. Mit großem Erfolg gab sie ihre Debüts bei den Berliner Philharmonikern im Oktober 2019 und im Musikverein Wien im Dezember 2019. Auf Wiedereinladung kehrte sie im Januar 2020 zur Mozartwoche Salzburg zurück, diesmal unter Sir András Schiff in Mozarts Le nozze di Figaro; im Januar 2023 sang sie im Don Giovanni. Im Juni 2023 war sie erstmals an der Mailänder Scala zu Gast in Porporas Carlo il Calvo.

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Künstler:in

Alain Claude Sulzer

Alain Claude Sulzers Durchbruch erfolgte 2004 mit dem Roman «Ein perfekter Kellner», der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.

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Spielstätte

Martins­kirche

Die Martinskirche überragt die Grossbasler Altstadt. Urkundlich erscheint sie erstmals 1101/1103. Die Martinskirche steht auf dem nördlichen Ende des Münsterhügels und gilt als die älteste Basler Pfarrkirche mit einer hervorragenden Akustik.

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